Inwieweit gilt das Recht des Beschuldigten/Angeklagten, sich nicht selbst belasten zu müssen?

Der Beschuldigten und spätere Angeklagte hat das Recht, in allen Phasen des Verfahrens zu schweigen. Das regeln die §§ 136 Abs. 1 Satz 2 und 163a Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 Satz 2 (für das Ermittlungsverfahren) sowie § 243 Abs. 5 Satz 1 (für die Hauptverhandlung).

Allerdings treffen den Beschuldigten gewisse Mitwirkungspflichten: Er muss zur staatsanwaltschaftlichen Vernehmung (§ 163a Abs. 3 Satz 1) sowie zur Hauptverhandlung (§§ 230, 231) erscheinen. Er muss seine Personalien angeben und hat bspw. körperliche Untersuchungen gemäß § 81a StPO zu dulden.

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