Was ist absolute Geringfügigkeit? Was ist relative Geringfügigkeit?

Bei geringer Schuld, auch als Geringfügigkeit bezeichnet, kann die Staatsanwaltschaft ein Verfahren einstellen. Dabei wird zwischen absoluter und relativer Geringfügigkeit unterschieden:

Absolute Geringfügigkeit bedeutet einen Schuldvorwurf, der für sich betrachtet nicht schwer wiegt. Darum ist es nicht notwendig, die Straftat mit einer gerichtlichen Verurteilung zu ahnden. Stattdessen kann das Verfahren eingestellt werden (§ 153 StPO), ggf. gegen Auflagen (§ 153a).

Relative Geringfügigkeit bedeutet dagegen, dass der Schuldvorwurf absolut gesehen nicht geringfügig sein muss, aber der Strafausspruch im Vergleich zu den sonstigen Rechtsfolgen aufgrund anderer Tatvorwürfe nicht ins Gewicht fallen würde. Dies gilt sowohl für verschiedene Taten im rechtlichen Sinne (§ 154) als auch für unterschiedliche Teile derselben Tat (§ 154a).

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